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Die Ursprünge

Kunststoff ist ein Material, dass als modern angesehen wird, allerdings führt seine Geschichte weit in die Vergangenheit zurück. Bereits in der Antike haben die Menschen echte und natürliche Polymere wie Bernstein, Schildkrötenpanzer und Hörner verwendet.

Die Geschichte des Kunststoffes beginnt im XIX° Jahrhundert, als zwischen 1861 und 1862 der Engländer Alexander Parkes eine Reihe von Studien über Cellulosenitrate erstellte. Es gelang Ihm den ersten semisynthetischen Kunststoff zu isolieren,  er nannte diesen Parkesine, besser bekannt als Xylonite und lies ihn patentieren.

Es handelt sich um eine erste Art des Zelluloides welches zu Herstellung von Griffen und Boxen verwendet wird. Des Weiteren werden flexible Produkte wie Manschetten und Hemdkragen hergestellt.

Einige Jahre später, um 1870, etabliert sich das Material als die amerikanischen Brüder Hyatt die Formel des Zelloloides patentieren. Ihr Ziel ist es das seltene und teure Elfenbein für die Produktion von Billardkugeln zu ersetzen. Sie hatten schnell Erfolg in der Zahntechnik wo das Zelluloid für Abdrücke verwendet wird.

Aus chemischer Sicht ist das Zelluloid immer noch Cellulosenitrat und kann somit nicht bei hohen Temperaturen gegossen werden da es sehr brennbar ist.

Das Problem wird mit dem Beginn des neuen Jahrhunderts durch die Entwicklung des Cellulosenacetat gelöst. Es handelt sich genauer gesagt um ein Zelluloid welches ausreichend feuerfest ist um zum Beispiel die Flügel und den Rumpf eines Flugzeuges zu verstärken und abzudichten oder um die Filme der Kinoindustrie zu drehen.

 

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Das 20. Jahrhundert

Das Jahrhundert des Kunststoffes ist das 20. Jahrhundert. 1907 stellt der belgische Chemiker Leo Baekeland durch Kondensation von Phenol und Formaldehyd den ersten synthetischen  Duroplast her, den er 1910 unter dem Namen Bakelite patentiert.

Das neue Material hat große Erfolge und wird für viele Jahre eines der meist verbreiteten und genutzten Kunststoffe sein.

1912 entdeckt der deutsche Chemiker Fritz Klatte den Prozess zur Herstellung des Polyvinychlorid (PVC), welches seine enorme industrielle Nutzung erst viele Jahre später verzeichnet.

Ein Jahr später, um 1913, wird das erste biegsame, durchsichtige  und wasserdichte Material vorgestellt welches umgehend Verwendung in der Verpackungsindustrie findet. Der Schweizer Jacques Edwin Brandenberger erfindet das Cellophan, ein zelluloses Material, welches in dünnen und flexiblen Schichten produziert wird.

 

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Die 20er, 30er und 40er Jahre

Mit den 20er Jahren bekommt der Kunststoff eine strenge theoretische Grundlage. Hermann Staudinger von der Universität Freiburg startet 1920 eine Reihe von Studien bezüglich der Struktur und Eigenschaft von natürlichen und synthetischen Polymeren.

Die 30er Jahre und der 2. Weltkrieg lassen, durch die Generierung einer reellen und modernen Industrie, den Kunststoff „Erwachsenwerden“. Öl wird der Rohstoff auf welchem der Prozess aufbaut. Gleichzeitig werden durch die Einführung des Kunststoffgießens, die Verarbeitungstechniken verfeinert.

Im Jahr 1935 synthetisiert Wallace Carothers als erster das Nylon (Polyamid). Ein Material, dass sich aufgrund seiner Eigenschaften optimal in die Textilindustrie einfügt. Dank des durch den Krieg verursachten amerikanischen Truppenaufmarsches, nimmt die Nachfrage nach PA schnell zu. Von Damenstrümpfen bis zu Fallschirmen können eine Vielzahl von Produkten aus Nylon hergestellt werden. Die Kunstfaser ist geboren.

Auf Basis der Arbeit von Carothers, patentieren  Rex Whinfield und James Tennant Dickson zusammen mit Ihrem Arbeitgeber  Calico Printers‘ Association aus Manchester 1941 das Material Polyethylenterephthalat (PET). In der Nachkriegszeit hatte dieses Polyester durch die Herstellung von Kunsttextilfasern (Terylen) große Erfolge, auch heute finden sich noch etliche Anwendungsgebiete wie z.B. die Herstellung von Fleecejacken aus PET. Der Eintritt in die Verpackungsindustrie von Nahrungsmitteln geht auf das Jahr 1973 zurück, als Nathaniel Wyeth (Du Pont) die PET-Flasche als Getränkebehälter patentierte.

Leicht, strapazierfähig und durchsichtig ist die von Wyet erfundene Verpackung, heute der Standard von Wasser –und Getränkeflaschen aus Kunststoff.

Der Krieg treibt die Notwenigkeit nach Ersatz für natürlichen Produkten die nicht verfügbar sind voran. Dadurch werden, vorallem in Deutschland, die Polyurethane als Ersatz des Gummimaterials entwickelt. Hingegen 1939 werde die ersten Copolymere des Chlorid-Vinylacetat      industrialisiert indem Entdeckungen von Anfang des Jahrhunderts weiterentwickelt werden. Von da an dient das Polyvinylchlorid (PVC) zum Beispiel der Herstellung von Schallplatten.

Die 60er Jahre

Die 60-er Jahre sind Zeugen des endgültigen Umschwungs der Kunststoffindustrie. Er ist nicht nur ein fester Bestandteil des Alltags sondern hat sich auch als Referenzmaterial im Bereich der Mode und Kunst entwickelt.

Das “neue” Material erobert den Alltag und die Fantasien vieler Millionen Haushalten und Privatpersonen. Besonders bei Küchen-und Wohnartikel bietet es nun die Möglichkeit, dass zu konsumieren was lange Zeit nur einem privilegierten Teil der Gesellschaft vorbehalten war.

 

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Der Kunststoff heute

Die folgenden Jahrzehnte stehen im Zeichen des technologischen Fortschtitts. Dank der  Entwicklung der sogenannten “Tecnopolymere”  schreitet die Suche nach immer raffinierteren und unvorstellbareren   Lösungen fort.

Das Polymethylpenten (oder TPX) hauptsächlich für die Produktion von medizinischen Laborartikeln verwendet, ist perfekt durchsichtig und steril.

Die Polyimide , Duroplaste welche sich auch nach längerer Temperaturbelastung (bis zu 300°) nicht verändern und deswegen in der Automobilindustrie für Motorenkomponenten oder Mikrowellenherstellung verwendet werden.

Die Acetalharze, das Polyphenylenoxid, die Ionomere, die Polisolfoni, die Polyphenylensulfid, das Polybutylenterephthalat und das Polycarbonat sind alles Materialien die für die Produktion der Astronautenhelme, Kontaktlinsen oder schusssichere Wälle verwendet werden.

Die Tecnopolymere haben den Vorteil sowohl mechanisch als auch thermisch resistent zu sein und sind deshalb oft performanter als Metalle oder Keramik.  So werden die Tecnopolymere zur Herstellung von Turbinenschaufeln und anderen Jet-Komponenten verwendet.

Die Geschichte des Kunststoffes ist in ständiger Evolution und Expansion, immer im Stande sich neuen Räume und Horizonte zu schaffen um der Gesellschaft zu immer neuen Fortschritten zu verhelfen.

Unsere neue Webseite ist online!

Ab heute ist die neue Webseite der Firma “Polistamp” online.

Ein neues Design, eine neue Struktur und ein leichterer Zugang dem Inhalt. In dieser Abteilung werden Sie aktualisierte Informationen über unser Unternehmen finden.